Herbst 2019 in Leipzig


Die Stadt der Sterblichen ist eine Veranstaltungsreihe auf Initiative der FUNUS Stiftung, unter Mitwirkung lokaler Vereine, Initiativen, Künstler, Unternehmer und Privatpersonen. Ziel ist, die Angst vor dem Thema Tod zu verringern und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Das Ende des Lebens sollte durch den Menschen und nicht allein durch die äußeren Umstände gestaltet werden und dazu ist es notwendig, dass man sich mit dem Tod auseinandersetzt. Denn nur wer mündig ist, kann sich eine Meinung bilden und eine eigenen Vorstellung von den Möglichkeiten der letzten Monate und Tage entwickeln.

 

Im Abstand von zwei Jahren findet die STADT DER STERBLICHEN in wechselnden Städten Deutschlands statt. In Halle (Saale) wurde 2017 der erste Ort zur STADT DER STERBLICHEN ernannt. Die Bürgerinnen und Bürger konnten in einem Zeitraum von sechs Wochen bei 40 Veranstaltungen und in neun verschiedenen Ausstellungen künstlerischer Arbeiten dem Tod begegnen. Die niederschwelligen Angebote machten das vermeintlich schwierige Thema auf breiter Basis zum Stadtgespräch. Die positive Resonanz auf die Veranstaltungsreihe initiierte die Idee der regelmäßigen Durchführung.

Unter der Prämisse, dass lokale Akteure die Konzeption unter der Federführung der FUNUS Stiftung durchführen und Sponsoren und Förderer gefunden werden können, ist die STADT DER STERBLICHEN ein Format, das langfristig konstruktive Gespräche und Gedanken über den Tod ermöglicht.

Im Herbst 2019 findet die STADT DER STERBLICHEN in Leipzig statt. Der dreiwöchige Veranstaltungszeitraum wird durch Ausstellungen, Kinovorführungen, Aktionstage, Informationsveranstaltungen, Vorträge und Workshops gefüllt.

Ein detaillierter Veranstaltungsplan wird bis zum Herbst 2018 vorliegen.

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Rückschau Programm 2017
Programmheft_Stadt der Sterblichen2017.p
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Wer?

Der Philosoph Cicero sagte über den Tod: "Wir aber wollen daran festhalten, dss wir nichts als ein Übel betrachten, was von der Natur uns allen gegeben worden ist." Wir werden alle sterben, der Tod ist so natürlich wie die Geburt und dennoch, spricht man wenig über ihn. Denn er macht Angst, er erschrickt und er trennt. Wenn man ihm jedoch als Thema begegnet, kann man diesen Lebensabschnitt begleiten und selbst gestalten. Die FUNUS Stiftung bietet mit ihrem Magazin DRUNTER&DRÜBER Ansätze, um sich dem Thema zu nähern. Mit der Stadt der Sterblichen wird dieses Prinzip erweitert. Wenn man genau hinschaut, ist der Tod überall, er gehört einfach dazu. Für einige Wochen steht die Endlichkeit im Scheinwerferlicht: vielfältig, informativ, emotional und überraschend.  Denn kaum ein Thema ist so unerschöpflich wie der Tod.

 

Warum?

Der Tod betrifft uns alle, vor allem dann, wenn jemand in unserem Umfeld stirbt. Dann sollten wir damit umgehen können, um zu trauern, zu trösten und zu überleben. Die Annäherung an das Thema in Zeiten, in denen wir nicht gerade trauern, nimmt Angst und Hemmungen. Gian Domenico Borasio, einer der führenden Palliativmediziner Europas, hat einmal gesagt: "Die Auseinandersetzung mit dem Tod ist die beste Gewähr für ein gutes Leben.
 Deshalb lohnt es sich, das Leben vom Tod her zu sehen." Auch sagt man, dass man am Ende weiß, was wirklich wichtig war. Wieso sollten wir diese Betrachtung nicht nach vorn holen, um dann unser Leben noch so gestalten zu können, dass wir glücklich werden?